Arbeitskreis Identity Management
Die Software-Initiative Deutschland e.V. erweitert ihr Projektspektrum und ruft mit einem Arbeitskreis eine Expertenkommission für das Thema Identity Management in die Initiative. Das neue Gremium soll vor allem Aufklärungsarbeit leisten und Unternehmen Lösungswege aufzeigen, die vor der Implementierung stehen oder mit einem bereits existierenden System Schwierigkeiten haben.
Viele Unternehmen in Deutschland haben heute eine völlig falsche Vorstellung von der Qualität ihrer Personal- und Berechtigungsdaten. Schätzungsweise sind weniger als zehn Prozent der Betriebe in der Lage, sämtliche Benutzerkonten in Active Directory, Lotus Notes oder SAP einer real existierenden und noch offiziell beschäftigten Person zuordnen zu können.
Das kann fatale Folgen haben: Ein Unternehmen, das nicht eindeutig festlegt, wer welche Aktionen im System durchführen darf, öffnet dem Missbrauch Tür und Tor. Ohne ein entsprechendes Kontrollsystem kann später noch nicht einmal der erforderliche Nachweis geführt werden. Vorstände und Geschäftsführer vergessen dabei allzu leicht, dass die verschärften Haftungsregelungen teure und unangenehme Konsequenzen haben können.
Die Expertenkommission für das Thema Identity Managament soll vor allem Aufklärungsarbeit leisten und Unternehmen Lösungswege aufzeigen, die vor der Implementierung stehen oder mit einem bereits existierenden System Schwierigkeiten haben. Den ersten Vorsitz über das Gremium übernahm Peter Weierich, Unternehmenssprecher der Völcker Informatik AG. Zum Februar 2011 übernimmt Peter Weileder vom Softwarehersteller Newdim den Vorsitz des Arbeitskreises. Der 45-jährige ist Experte für die Konzeption und Implementierung von IdM-Lösungen, mit denen Unternehmen zentral die Berechtigungen ihrer Mitarbeiter für Anwendungen und Daten steuern können.
Zum Amtsantritt gab Weileder dem Arbeitskreis seine Mission mit auf den Weg: „Mein Ziel ist es, mit dem SID-Arbeitskreis Unternehmen über die strategische Bedeutung von Identity Management aufzuklären. Wer die Einführung solcher Lösungen nur aus IT-Sicht betrachtet, der springt viel zu kurz und übersieht, welches Potenzial in Identity Management für die Optimierung der Geschäftsprozesse aber auch für höhere Datensicherheit, Verfügbarkeit und Produktivität sowie Compliance steckt“, so der neue Vorsitzende.
